Allgemeines
Unsere Tagebücher erzählen die wahren Geschichten der Katzen denen wir helfen und zwar von ihrem Eintreffen bei unseren Pflegestellen bis zur Abgabe an die neuen Besitzer.
Wir versuchen auch später über ihre Erfolgsgeschichten zu berichten, indem wir mit den neuen Besitzern in freundschaftlichem Kontakt bleiben.
Diese Tagebuch Sammlung zeigt die meisten Katzen die wir im Jahr 2007 bei uns aufgenommen haben.
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Freitag, 27. April 2007
Sony verlässt uns
Heute wurde mein Kumpel Sony abgeholt.
Isa hatte ganz schön Angst, dass ich dann wieder weinen werde, wenn er weg ist und ich niemanden mehr zum Spielen habe.
Macht mir aber nicht viel aus – selbst ist der Kater! Nun spiele ich alleine! Aber noch immer nur nachts…
Donnerstag, 26. April 2007
Der Tag nach der Geburt
Am folgenden Tag kam der nächste Schock! Buffy hatte Fieber und wollte nicht mehr bei den Kleinen sein. Sie hatte einen heissen Bauch und er war ganz hart. Der Tierarzt meinte, sie habe einen Milchstau und es könnte eine Entzündung geben, wenn es nicht innerhalb kürzester Zeit besser wird (sonst müsste man mit Antibiotika behandeln).
Dadurch hätten die Kleinen die Flasche bekommen, denn Antibiotika sind nichts für sie. Um dies zu verhindern, gab ich Buffy in regelmässigen Abständen Arnica Chügeli und setzte sie immer wieder zu den Kleinen rein. So konnten die Kleinen trinken und mit ihren Füsschen haben sie die Zitzen massiert, welche so weicher wurden und dadurch hatte Buffy keine Schmerzen mehr.
Am Abend war sie dann ruhig und ohne Fieber und sie blieb bei den Kleinen in der Kiste.
Uff, wir hatten es überstanden; jetzt konnte es nur noch aufwärts gehen.
Und es kam alles gut.
Mittwoch, 25. April 2007
Die Geburt
Als ich am Abend des 24.04.2007 von der Arbeit heim kam bemerkte ich, dass etwas mit Buffy anders war. Sie war nervös, suchte mehr als sonst meine Nähe und ging immer wieder in die Wurfkiste, die ich ihr hingestellt hatte. Sie schaute mich mit grossen Augen an und rief mich.
Ich sah, dass bei ihr die Wehen begonnen hatten, aber sie waren noch nicht sehr stark und so ging ich nach Mitternacht ins Bett, um auch noch etwas zu schlafen. Aber daraus wurde nichts! Buffy kam immer wieder in mein Zimmer „miaute“ und sprang wieder ins Wohnzimmer. Sie wollte, dass ich mitgehe.
So stand ich wieder auf und sass die ganze Nacht neben der Wurfkiste und streichelte sie. Aber nichts geschah…
Am nächsten Morgen so gegen 8.15 Uhr verlor sie sehr viel Fruchtwasser und die Wehen setzten stärker ein.
„Oje“ dachte ich, denn nun wusste ich auch warum sie in der Nacht bereits Schmerzen hatte. Das Kleine lag verkehrt herum im Bauch. Bei jeder Wehe verschwand das Füsschen und mit der nächsten Wehe kam es wieder heraus.
Um 10 Uhr war es schon nicht mehr rosa, sondern fast schwarz! Ich rief den Tierarzt an, der mir sagte, dass ich ziemlich schnell handeln müsse, sonst könne die Kätzin sterben. Er sagte mir, wie ich bei jeder Wehe an dem Füsschen zu ziehen hatte, damit das Kätzchen richtig geboren werden konnte.
Ich litt mit Buffy, aber sie half sehr gut mit. Meine Mutter kam mir auch zu Hilfe und gemeinsam halfen wir Buffy das erste Kätzchen um 10.40 Uhr auf die Welt zu bringen. Es war ein kleines schwarz/weisses; aber es atmete nicht richtig und hatte Fruchtwasser geschluckt.
Meine Mutter hat es abgenabelt und fing an es trocken zu reiben und ich musste mit aller Kraft Buffy halten, denn sie wollte das Junge nicht akzeptieren und hätte es getötet, wenn ich sie gelassen hätte.
Der Tierarzt meinte, dass das normal sei bei Erstgebärenden. Ich solle das Kleine immer wieder der Mutter zeigen. Aber da war nichts zu machen, meine Buffy war nicht mehr das liebe, ruhige Schmusetier. Sie wirkte eher wie eine Raubkatze. Meine Arme sahen dementsprechend aus.
Also brachten wir das Kleine erst mal an einen sicheren, warmen Ort und warteten die nächste Geburt ab. Buffy beruhigte sich schnell, die Wehen setzten erneut ein und um 11.35 Uhr kam das zweite Baby - ein 4-färbiges - zur Welt.
Es kam auch verkehrt herum, aber es war noch vollkommen in der Fruchtblase verpackt und Buffy begann damit es trocken zu lecken und die Nabelschnur durchzubeissen. Da wussten wir, jetzt war der Groschen bei ihr gefallen und wir konnten nun auch das erste Baby zu ihr bringen, ohne das sie ihm etwas antat.
Um 12.25 Uhr erblickte das 3. Baby das Licht der Welt. Es ist auch ein schwarz/weisses und Buffy wurde immer sicherer. Das letzte kam ziemlich schnell danach. Um 12.35 Uhr und es ist ein rot/weisses Tigerli. Buffy, die Kleinen und wir waren alle ziemlich geschafft, aber total Happy - es war überstanden.
Jetzt können wir nur noch hoffen, dass alle 4 den Start in ihr Leben gut meistern werden.

Montag, 23. April 2007
Schon wieder zum Tierarzt...
Nun bin ich schon einen Monat im Chatzenästli. Ich habe beschlossen ganz langsam zutraulicher zu werden. Ich bleibe zwar immer noch den ganzen Tag unter dem Bett versteckt und komme nur nachts hervor zum Fressen und Spielen mit Sony. Aber wenn die Pflegemenschen neben das Bett liegen und mich unter dem Bett kraulen, wird mir richtig wohl. Da kann ich schnurren, mich wälzen und vor Wonne sabbern. Davon krieg ich nicht genug!
Aber heute geschah nochmals etwas Furchtbares: Sony und ich sollten zum zweiten Mal geimpft werden! Daniel hat mich gepackt und wollte mich in die Transportkiste stecken. Da habe ich mich aber ganz doll gewehrt! Er sah danach aus wie aus dem Löwenkäfig.
Beim Tierarzt hatte ich dann so viel Angst, dass ich ganz brav war. Nach der Impfaktion konnte ich den beiden dann nicht lange böse sein. Die Streicheleinheiten unter dem Bett sind einfach zu schön!
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